Schon im antiken Griechenland gab es verschiedene Theateraufführungen, die im Rahmen von Festspielen stattfanden. Diese kann man so ziemlich als die ersten Festivals beschreiben. Auch Könige und Fürsten nahmen schon an solchen Festen teil. Später wurde es auch üblich, Musik vor einem Publikum aufzuführen. Meist war die Musik noch sehr religiös gehalten. Irgendwann entstanden erste Konzert-Räume und das bürgerlichen Musikleben. Natürlich hat die ursprüngliche Form heute nicht mehr viel mit den modernen Rock-Festivals zutun. Heutzutage sind Rock-Festivals riesige Veranstaltungen mit hunderten von Bands, Sängern, Sängerinnen oder Künstlern. Natürlich wuchs deshalb auch die Anzahl der Besucher an.
Festival-TicketsDie meisten Rock-Festivals sind Open-Air Konzerte, sprich sie finden unter freiem Himmel statt. Es gibt jedoch auch kleine Festivals, die in Zelten oder ähnlichem aufgeführt werden. Open-Air Konzerte wurden Ende der 60er Jahre besonders beliebt. Denn zunehmend größere Menschenmassen konnten sich für Musik begeistern und besuchten deshalb diese Veranstaltungen. Hauptsächlich waren es Jugendliche. Das wohl bekannteste Open-Air Festival war Woodstock. Dieses erreichte 1969 den Höhepunkt von Festivaleuphorie. Es spielten damals zwar nur 32 Bands, jedoch vor 500.000 Besuchern. Woodstock fand noch in Amerika statt, die Festivals wurden über England und das Isle of Wight Festival oder Reading Festival nach Deutschland gebracht. Somit ist Deutschland ein Spät-Einsteiger in Sachen Festivals.
Das erste große Festival fand 1987 statt. Das bis heute bekannte Rock am Ring. Jedoch war dieses Konzert eher weniger erfolgreich. Denn im Vorfeld haben einige Konzerte und Festivals im Chaos geendet, darum ging man nur vorsichtig an das Thema Open-Air heran. 1970 brachte der Konzertveranstalter Fritz Rau die Erfahrung mit der Organisationsstruktur aus Amerika nach Deutschland, somit stand zukünftigen Festivals nichts mehr im Weg. 1977 fanden schon zahlreiche Festivals in Deutschland statt. Ebenfalls organisierte Fritz Rau zusammen mit Michael Scheller einige der erfolgreichsten Festivals in Deutschland. Dabei wurde darauf geachtet, dass sowohl die Musik gut war, als auch der finanzielle Hintergrund stimmte. 1980 fand das erste Open Air am Nürburg-Ring statt.
Die gespielte Musik kam meist aus der Alternativ-, Underground-, Deutsch- und Independent-Rockszene. 1982 folgten die Rockpalast-Festivals unter freien Himmel auf der Loreley. Dieses Festival brachte auch 1984 den Zuschauerrekord von 22.000 Besuchern ein. Schon im Jahre 1983 gab es 30 größere Rock-Festivals in ganz Deutschland und die Zahl stieg immer weiter an. Nachdem die Veranstalter das organisatorische Problem in den Griff bekommen haben, mussten sie sich technischen Einzelheiten und dem Marketing zuwenden. 1985 wurde eines der bekanntesten Rock-Festivals ins Leben gerufen: Rock am Ring. Dieses ist noch bis heute eines der größten Festivals in ganz Deutschland und auch Europa. Anfang der 1990er kamen vermehrt immer kleinere Festivals auf den Markt.
Im Jahre 1993 fanden somit schon 183 Festivals in Deutschland statt. Da die Rock-Festivals aber nicht mehr ausverkauft waren, was wohl an den hohen Eintrittspreisen und den enormen Künstlergagen lag, schrumpfte die Zahl der Festivals in den folgenden Jahren wieder auf 100.
Heute findet man viele große Rock-Festivals in ganz Deutschland. Natürlich gibt es immer noch Rock am Ring und Rock im Park, aber ebenfalls kam das Hurrican Festival hinzu, das Southside und das Fusion Festival. Natürlich gibt es auch weiterhin immer noch einige kleine Festivals, die Künstler aus der Rockszene bieten.

Weiterempfehlen:

Tipp des Tages

  Alle Konzert-Tipps anzeigen...

QuickLogin


Easy Sign In
RPX